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Was ist Klassische Homöopathie?

Homöopathie ist ein über 200 Jahre altes ganzheitliches System des Heilens. Homöopathische Mittel fördern Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden, indem sie Ihre Selbstheilungskräfte stärken und das natürliche Gleichgewicht dauerhaft wiederherstellen. Der Grundsatz der Homöopathie lautet "Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt" (lateinisch: Similia similibus curentur). Dieses Prinzip ist ein Naturgesetz, das auch Sie sicher schon selbst erlebt haben: Hat man kalte Hände, so werden diese nach Waschen mit kaltem Wasser sehr viel schneller und nachhaltiger wieder warm, als wenn man sie mit warmem Wasser wäscht.
In der Homöopathie sieht die Anwendung dieses Prinzips beispielsweise so aus: Das homöopathische Mittel Coffea (aus der Kaffeebohne gewonnen), welches beim gesunden Menschen nach der Einnahme Nervosität, Zittern, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit und Unruhe hervorruft, wird bei einem Patienten mit ähnlichen Krankheits-Symptomen eingesetzt, um wiederum eine ausgleichende, beruhigende und heilende Wirkung zu erlangen.

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Was unterscheidet die Homöopathie von der herkömmlichen Medizin?

 

Die konventionelle Medizin betrachtet alle Erkrankungen, die ein Patient hat, getrennt voneinander: Kopfschmerzen werden beispielsweise mit Aspirin behandelt, eine parallel dazu bestehende Hauterkrankung mit Cortison und ein eventuell im Frühling auftretender Heuschnupfen mit Antiallergika.
Für einen Schulmediziner haben diese Erkrankungen meist sehr wenig miteinander zu tun. Die Behandlung der Beschwerden basiert dabei meist auf der Anwedung von der Erkrankung entgegengesetzter Arzneimittel. Bei einem Überschuss an Magensäure beispielsweise wird dem Patienten ein basisches Arzneimittel verabreicht, welches die Magensäure neutralisiert.

Die Homöopathie betrachtet die Symptome des Patienten jedoch als Zeichen einer tieferen Ursache im Organismus, welche die ganze Person und nicht nur vorneinander unabhängige Körperteile betrifft.

Alle bestehenden Beschwerden und Unpässlichkeiten sind Auswirkungen eines einzigen zugrundeliegenden Problems: Der Schwächung der Lebenskraft, die den Oragnismus eigentlich im Gleichgewicht und somit in Gesundheit halten sollte. Deshalb ist die Homöopathie eine ganzheitliche Heilmethode.

Ein weiterer Unterschied zur Schulmedizin ist der Grundatz der Individualität. Bei jeder Behandlung bassiert die Verschreibung auf den individuellen, persönlichen Symptomen und Eigenheiten des jeweiligen Patienten und nicht etwa auf dem Namen seiner Erkrankung. Das heisst, dass zwei Personen mit derselben Erkrankung voraussichtlich nicht das gleiche homöopathische Arzneimittel erhalten, da sich ihre Symtome voneinender unterscheiden. Andererseits können zwei Patienten mit völlig andersartigen Erkrankungen durchaus das gleiche homöopathische Arzneimittel erhalten.

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Was beinhaltet eine homöopathische Behandlung?

In einer ersten Konsultation werden Sie sowohl nach Ihren jetzigen Symptomen als auch nach Ihrer Krankengeschichte gefragt. Mit zusätzlichen Fragen nach Ihrem Essverhalten, Schlafmuster, Lebensstil etc. ermittelt der/die HomöopathIn ein genaueres Bild, aufgrund dessen er/sie ein individuell auf sie passendes homöopathisches Mittel verschreiben kann. Da die Beschwerde nicht isoliert vom Rest des Organismus betrachtet wird, versucht der/die BehandlerIn im Erstgespräch, so viel wie möglich über Körper, Geist und Seele der Patienten in Erfahrung zu bringen. Danach wird der Behandlungsverlauf in weiteren Gesprächen genau beobachtet. Abhängig von der Art der Beschwerden dauert die erste Konsultation zwischen 1,5 - 2 Stunden. Folgegespräche sind in der Regel kürzer und sind je nach Erkrankung etwa alle vier bis sechs Wochen notwendig.

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Wie alt ist die Homöopathie?

Bereits Hippokrates (~500 v.C.) und Paracelsus (~1500 n.C.) waren der Ansicht, dass das, was den Menschen krank macht, ihn auch heilen kann. Im 18. Jahrhundert entdeckte Samuel Hahnemann, ein deutscher Arzt und Apotheker, diese Idee im Verlauf seiner Forschungen wieder. Er formulierte das Gesetz "Similia Similibus Curentur" (Ähnliches werde mit Ähnlichem geheilt) und entwickelte das System der Homöopathie. Er formulierte auch die weiteren Prinzipien der Homöopathie, wie z.B. das Prinzip der Individualität und das Prinzip der kleinstmöglichen Dosis und Potenzierung (Verdünnung und Verschüttelung von Substanzen).

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Was sind homöopathische Mittel und woraus bestehen sie?

Homöopathische Mittel werden aus Substanzen gewonnen, die wir in der Natur finden und sind meist pflanzlichen, mineralischen oder tierischen Ursprungs. Sie unterscheiden sich von herkömmlichen Kräuter- oder Mineralpräparaten dadurch, dass sie durch ihre starke Verdünnung keine toxischen (giftigen) Nebenwirkungen mehr erzeugen können. Gleichzeitig wird das Mittel durch eine Technik der Verschüttelung dynamisiert. Dieser Vorgang heisst Potenzierung.

Homöopathische Mittel sollten nicht miteinander gemischt werden. Deshalb wird nur ein Mittel auf ein Mal verschrieben.

Die Wirkungsweise von homöopathischen Mitteln wird in sogenannten Arzneimittelprüfungen getestet. Dazu sind übrigens keinerlei Tierversuche notwendig.

 

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Wie sicher ist die Homöopathie?

Obwohl homöopathische Mittel keine toxischen Nebenwirkungen haben, kann eine unfachgerechte Anwendung dennoch symptomatische Nebenwirkungen zur Folge haben. Homöopathische Mittel sollten deshalb nur unter Aufsicht eines entsprechend ausgebildeten Homöopathen eingenommen werden. Von Selbstverschreibungen und Einnahme von homöopathischen Mixturen, besonders in Hochpotenzen (C-Potenzen) und bei chronischen Erkrankungen, ist deshalb abzuraten.

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Welche Erkrankungen können homöopathisch behandelt werden?


Jede Erkrankung basiert homöopathisch betrachtet auf einer Schwächung der Lebenskraft, die es erst ermöglicht, dass Beschwerden und Krankheiten entstehen können. Durch die Behandlung wird die Lebenskraft dann wieder so gestärkt, dass der Körper sich selbst heilen kann. Deshalb kann prinzipiell jede Erkrankung homöopathisch behandelt oder zumindest begleitet werden. Allerdings ist eine zusätzliche schulmedizinische Betreuung unter Umständen angebracht.
Häufig finden PatientInnen den Weg zur Homöopathie über eine akute Erkrankung ihrer Kinder, wie beispielsweise einen Atemwegsinfekt, und entdecken dann, dass auch viele chronische Bewschwerden durch die Homöopathie gelindert oder geheilt werden können. Viele PatientInnen suchen gerade wegen chronischer Beschwerden wie Allergien, Hauterkrankungen, Migräne oder Menstruationsstörungen homöopathisch arbeitende HeilpraktikerInnen oder ÄrztInnen auf.
Der mögliche Behandlungserfolg ist vor allem bei chronischen Leiden von verschiedenen Faktoren wie etwa Schwere und Dauer der Erkrankung, Länge der Behandlung, etc., abhängig. Ein Vorgespräch mit Ihrem Therapeuten/Ihrer Therapeutin wird Ihre Fragen diesbezüglich klären können.

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Was passiert durch die Mitteleinnahme?

Nach der Mitteleinnahme kann es zu einer sogenannten homöopathischen Erstverschlimmerung kommen. Bereits vorhandene Symptome können dabei vorübergehend verstärkt werden. Bitte nehmen Sie während der Erstverschlimmerung keine Medikamente - auch keine homöopathischen Mittel - ohne Rücksprache mit ihrem/ihrer BehandlerIn gehalten zu haben.

Eine Heilung verläuft häufig folgendermaßen:

-* Von innen nach aussen und von wichtigen zu weniger wichtigen Organen. Zuerst fühlt sich der Patient häufig psychisch besser, dann werden - falls dort Beschwerden bestehen - die lebenswichtigen Organe (Herz, Lunge, Niere usw.) geheilt. Wenn ein Patient unter mehreren Beschwerden leidet, werden diese ebenfalls nach diesem Prinzip geheilt. So wird sich z.B. vorhandenes Asthma vor einer bestehenden Hautkrankheit verbessern, da das Asthma für den Organismus eine größere Bedrohung darstellt..
- Von oben nach unten. So werden z.B. bei Schmerzen an mehreren Gelenken zuerst der Nacken und die Schulter besser, dann Hüfte, Knie und zuletzt die Füsse.
- In umgekehrter chronologischen Reihenfolge, d.h. die Symptome und Beschwerden, die zuletzt aufgetreten sind, verschwinden als erste. Es ist auch möglich, dass im Heilungsverlauf alte Erkrankungen oder Beschwerden vorübergend wieder auftreten. Man kann sich dies in etwa vorstellen wie einen Film, der rückwärts abgespielt wird.

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Was sollte man im Umgang mit homöopathischen Mitteln beachten?

- Vor und nach der Einnahme 15 Minuten nicht essen, trinken, Zähne putzen oder rauchen.
- Starke ätherische Öle (Tigerbalsam, Vick Vaporub, Japanisches Heilpflanzenöl und andere kampferhaltige Substanzen aber auch sonstige ätherische Öle) sind zu meiden, da diese die Wirkung schwächen oder gar aufheben können.
- Mittel nicht direkter Sonnen-, Handy- und anderer Strahlung aussetzen.
-* Mittel nicht neben Parfümen aufbewahren.

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Werden homöopathische Leistungen von der Krankenkasse erstattet?

Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Kosten durch Behandlungen durch HeilpraktikerInnen leider noch nicht. Private Krankenkassen und Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten in unterschiedlicher Höhe. Bitte fragen Sie dazu Ihre jeweilige Krankenkasse. Auch die Kosten für die verschriebenen Arzneimittel müssen von gesetzlich Versicherten selbst übernommen werden. Privat Versicherte sowie PatientInnen mit Zusatzversicherung können auch diese Kosten meist erstattet bekommen.

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Woran erkenne ich eine/n qualifizierte/n BehandlerIn?


Fragen Sie Ihre/n BehandlerIn nach seiner/ihrer Ausbildung. Qualifizierte TherapeutInnen werden Ihnen gerne Auskunft darüber geben, wo und wie lange sie diese Heilkunst erlernt haben. Eine Liste an ausgebildeten HomöopathInnen finden Sie auf der Webseite des Vereins Klassischer Homöopathen Deutschlands e.V., in dem auch ich Mitglied bin.
Seit einiger Zeit engagiert sich dieser Verein, sowie die Stiftung Homöopathi-Zertifikat unter anderem für die Einhaltung und Ausweisung wichtiger Qualitätsstandards bei homöopathisch arbeitenden TherapeutInnen. Ein dementsprechendes Qualitätssiegel wird interessierten PatientInnen in absehbarer Zukunft dabei Hilfestellung leisten, qualifizierte BehandlerInnen in Ihrer Gegend zu finden. Auch meine Praxis wurde bereits von dieser Stiftung zertifiziert.

Qualifizierte HomöopathInnen, die nach den Regeln der Klassischen Homöopathie arbeiten, erkennt man üblicherweise an folgenden Merkmalen:
- Es wird immer nur ein Mittel, nie mehrere gleichzeitig oder gar Kombinationspräparate (Komplexmittel) verschrieben.
- Die Verschreibung basiert auf einer ausführlichen Anamnese, die bei Erstbesuchen im Fall chronischer Erkrankungen mindestens 60 - 90 Minten dauert.
- Der Therapeut bietet die Homöopathie als einzige oder zumindest als eine von wenigen Therapie-Arten in der eigenen Praxis an, und nicht nach dem "Gieskannenprinzip" zusammen mir vielen anderen.

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Was kostet eine homöopathische Behandlung?


Die Kosten sind je nach Therapeut und Arbeitsweise unterschiedlich.
Im Folgenden finden Sie die Honorare, wie sie in meiner Praxis berechnet werden:

Erstanamnese (Dauer 1,5 bis 2 Stunden, mit anschl. Analyse):
Erwachsene: 130 Euro
Kinder bis 12 Jahren: 80 - 100 Euro

Folgeanamnese:
je nach Zeit (65,00 EUR/h), in der Regel liegt der Aufwand bei 30 bis 45 Minuten.

Dazu kommen eventuelle Kosten für Arzneimittel, die jedoch in der Regel pro Konsultation einen Betrag von ca 12,00 Euro nicht überschreiten.

Ein Nachlass für Arbeitslose, Studenten, Alleinerziehende, etc. ist nach Absprache möglich, bitte sprechen Sie mich bei Bedarf an.

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Was muss ich zu einer homöopathischen Behandlung mitbringen?

Es erleichtert das erste Behandlungsgespräch, wenn Sie den von Ihnen ausgefüllten Fragebogen mitbringen. Sie können den Fragebogen als pdf-Datei hier herunterladen. Einen Fragebogen für die Behandlung von Kindern gibt es hier. (Sie benötigen zum Öffnen dieser Datei den Acrobat Reader, den Sie hier runterladen können).
Sie sollten außerdem wenn möglich Ihren Impfpass (bzw. falls Ihr Kind zur Behandlung kommt den Ihres Kindes) mitbringen, sowie falls vorhanden Röntgenbilder bzw. andere Unterlagen, die Ihre Erkrankung betreffen.

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